Fasnetskalender

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Jahr   Schmotziger   Aschermittwoch
         
2007   15.02.   21.02.
2008   31.01.   06.02.
2009   19.02.   25.02.
2010   11.02.   17.02.
2011   03.03.   09.03.
2012   16.02.   22.02.
2013   07.02.   13.02.
2014   27.02.   05.03.
2015   12.02.   18.02.
2016   04.02.   10.02.
2017   23.02.   01.03.
2018   08.02.   14.02.
2019   28.02.   06.03.
2020   20.02.   26.02.
2021   11.02.   17.02.
2022   24.02.   02.03.
2023   16.02.   22.02.
2024   08.02.   14.02.
2025   27.02.   05.03.
2026   12.02.   18.02.
2027   04.02.   10.02.
2028   24.02.   01.03.
2029   08.02.   14.02.
2030   28.02.   06.03.

Wann ist eigentlich Fasnet ?

Die meisten kirchlichen Festtage hängen von zwei Hauptfesttagen ab, dem auf den 6. Januar festgelegten und damit unbeweglichen Fest der Erscheinung (Epiphanie) und dem beweglichen Osterfest.
Der Termin der Fastnacht, also des Fasnetsdienstags, hängt vom Termin des Aschermittwochs und damit zwingend vom Ostertermin ab.
Nach einem längeren "Oster-feststreit" über die Berechnung des Gedächtnistages der Auferstehung Jesu wurde auf dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 das Osterfest verbindlich auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gelegt.
Die Fasnet (definiert als Fastnacht: die Nacht vor Beginn der Fastenzeit) gehört zum Osterfestkreis und ihr Termin hängt von der Dauer der Fastenzeit ab. Sie ist somit wie das Osterfest ein beweglicher Termin. Fasnet ist demzufolge früher oder später, je nachdem ob Ostern kurz auf den 21. März, dem astronomischen Frühlingsanfang, folgt oder aber erst in den April fällt.
Der Ostersonntag kann daher zwischen dem 22. März und dem 25. April variieren und es sind insgesamt 35 verschiedene Oster- und damit auch 35 Fasnetstermine sind möglich
Vor Ostern setzt die katholische Kirche eine 40-tägige Fastenzeit als Erinnerung an die 40-tägige Fastenzeit Jesu Christi in der Wüste.
Ursprünglich wurden bei der Berechnung der Fastenzeit die Sonntage mitgezählt. Bereits im 5. Jahrhundert wurden Karfreitag und Karsamstag, ursprünglich Bestandteile der österlichen Tage, zur Fastenzeit hinzugezählt. Im Konzil von Benevent (1091) wurde dann endgültig beschlossen, dass die Sonntage als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu von den Fastentagen ausgenommen sein sollten, sozusagen als kleine Osterfeste. Damit verlängerte sich die Fastenzeit auf 47 Tage (bzw. eventuell 48 Tage in Schaltjahren) und so rückte der Termin des Fastenzeitbeginns auf den Aschermittwoch vor. Diese Fastendauer hat sich im
11. Jahrhundert weitgehend durchgesetzt.
Für den Fasnetsdienstag, der 47 Tage vor dem Ostersonntag gefeiert wird, ist somit der 3. Februar der früheste und der 9. März der späteste denkbare Termin. Somit war die "Fastnacht" als letzte Nacht vor dem Fastenbeginn auf Dienstag/Aschermittwoch gelegt.
Ursprünglich begann die Fastenzeit nach dem Sonntag Invocavit. In manchen Gegenden der Schweiz feiert man noch heute zu diesem Termin Fastnacht, die "alte Fastnacht".
Bei uns jedoch beginnt die Fastenzeit am Mittwoch nach dem Sonntag Estomihi, dem jetzigen Aschermittwoch.

 

Fastenzeit

Die christliche Tradition sieht genau genommen zwei Fastenzeiten vor, da die Adventszeit auch als Fastenzeit gesehen werden kann. Im Mittelalter dauerte die Fastenzeit vor Weihnachten 40 Tage und begann nach dem 11. November, dem Martinstag. Der Brauch, davor noch eine Martinsgans zu essen, stammt aus jener Zeit. Der Begriff Fastenzeit wird jedoch nur für die österliche Bußzeit verwendet. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht, dem Vorabend des Ostersonntag.
Diese Fastenzeit war in früheren Zeiten ein radikaler Einschnitt In das Wirtschaftsjahr. Die alltäglichen Speisegewohnheiten mussten völlig umgestellt werden. Untersagt war sechs Wochen lang, unter Androhung empfindlichster Strafen, der Konsum von Fleisch warmblütiger Tiere und der Genuss von Nahrungsmitteln aus der Großvieh- und Geflügelhaltung wie etwa Schmalz. Fett. Milch. Butter. Käse und Eier.
Dies hatte für die Gestaltung der letzten Tage vor der Fastenperiode aus wirtschaftlichen Gründen zur Folge, dass eigens wegen der beginnenden Fastenzeit umfassend geschlachtet und in großen Mengen das anfallende Fleisch verzehrt wurde. Spätestens seit dem 13. Jh. geschah das im Rahmen von großen öffentlichen Gelagen. Darüber hinaus mussten die verderblichen Vorräte der unter das Fastengebot fallenden sonstigen Lebensmittel schnell aufgebraucht werden. Daraus entwickelte sich deren Verwertung in Form von schmalzgebackenen, eierhaltigen Fastnachtsküchlein, die gewöhnlich am schmutzigen Donnerstag (fettiger Donnerstag) hergestellt wurden.
Auch sexuelle Enthaltsamkeit war während der Fastenzeit zwingend vorgeschrieben, und so dienten die Festlichkeiten vor der Fastenzeit in zweifacher Hinsicht als Entlastung. Viele junge Paare legten bewusst ihre Hochzeitsnacht in die Fastnachtszeit, die so zu einem der beliebtesten Hochzeitstermine wurde.
Denn, am Aschermittwoch war alles vorbei.


Erstellt am 19.02.2018 14:45


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Erstellt am 28.03.2017 08:35